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Eltern Kind Musik: Gemeinsam Musik erleben und die Bindung stärken

  • Autorenbild: Lotta
    Lotta
  • 12. Juli 2024
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Eltern Kind Musik ist eine fantastische Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen, die Bindung zu stärken und gleichzeitig die Entwicklung der Kinder zu fördern. Musik bietet zahlreiche Vorteile für Kinder und Eltern und kann ein wertvoller Bestandteil des Familienalltags sein.


Ganz konkret fördert gemeinsames Singen von Eltern und Kindern:

  • die Atemkontrolle und Artikulation

  • das auditive Gedächtnis

  • das Rhythmusgefühl

  • das Selbstbewusstsein beim Ausdrücken von Gefühlen

  • die Konzentrationsfähigkeit


Musik und Erziehung gehen also Hand in Hand. Erziehung durch Musik bedeutet nicht, ein Kind zum Instrument zu zwingen, sondern es durch Klang, Bewegung und Gemeinschaft wachsen zu lassen.


In diesem Blogbeitrag erfahren Sie alles über die Vorteile der Eltern Kind Musik, praktische Tipps für den Einstieg und die besten Angebote und Aktivitäten in Ihrer Nähe.


Warum ist es wichtig, Kinder mit Musik zu fördern?


Es fördert die Sprachentwicklung


Lieder haben einen eingebauten Rhythmus und eine regelmäßige Struktur. Genau das hilft Kindern, neue Wörter zu lernen und sie zu behalten. Wer mit seinem Kind singt, übt gleichzeitig Aussprache, Satzbau und Wortschatz, ohne dass es sich wie Lernen anfühlt. Auch die Sprachentwicklung fördern ab dem Vorschulalter gelingt durch Musik spielerisch und nachhaltig.


Es stärkt die motorischen Fähigkeiten


Musikalische Aktivitäten wie Tanzen, Klatschen, Stampfen oder Wippen fördern die motorische Entwicklung und die Koordination von Kindern auf spielerische Weise. Wenn ein Kind einem Rhythmus folgt, trainiert es Körpergefühl und Gleichgewicht gleichzeitig. Bewegungslieder, bei denen bestimmte Gesten zu bestimmten Textstellen kommen, schulen zusätzlich die Hand-Auge-Koordination und die Reaktionsfähigkeit.


Besonders für Kinder unter 3 Jahren ist das wertvoll: In diesem Alter lernt der Körper über Wiederholung, und Lieder mit festen Bewegungsabläufen bieten genau das, immer wieder, immer mit Spaß.


Es unterstützt die emotionale Entwicklung


Musik kann verschiedene Emotionen ausdrücken und helfen, diese zu verarbeiten. Durch das gemeinsame Musizieren lernen Kinder, ihre Gefühle besser zu verstehen und auszudrücken.


Es baut soziale Fähigkeiten auf


Musik spricht direkt ins Gefühl, bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Eine fröhliche Melodie lässt Kinder aufleben, ein ruhiges Schlaflied hilft beim Abschalten, ein dramatisches Lied lässt sie staunen. Durch dieses Erleben lernen Kinder früh, dass Gefühle einen Ausdruck haben können, auch wenn die Worte dafür noch fehlen.


Gemeinsames Musizieren geht dabei noch einen Schritt weiter: Wenn ein Kind sieht, dass auch Mama oder Papa bei einem Lied lachen, mitwippen oder sich berühren lassen, lernt es, Emotionen zu benennen und einzuordnen. Musik wird so zu einer Art emotionalem Wortschatz, der lange vor der Sprache beginnt.


Es schafft unvergessliche Familienmomente


Manche Momente bleiben einfach hängen. Das erste Mal, wenn ein Kind einen Refrain mitsingt. Der Tanz in der Küche, bei dem alle lachen. Das Lied vor dem Einschlafen, das zur Stimme der Eltern gehört wie nichts sonst. Musik schafft solche Momente, weil sie Körper, Stimme und Gefühl gleichzeitig anspricht.


Und weil Kinder sich an Melodien oft länger erinnern als an Worte, bleiben diese gemeinsamen Erlebnisse tief verankert, manchmal ein Leben lang.


Die besten Angebote für Eltern Kind Musik in der Schweiz


Neben Online-Angeboten, dem Musikgarten und musikalischer Früherziehung an Musikschulen bieten Kurse wie bei Musigzwergli mit Häsli Ingo und Nelly eine hervorragende Möglichkeit, Kinder früh mit Musik in Berührung zu bringen. Musigzwergli ist persönlich, überschaubar und auf die Bedürfnisse von Kleinkindern und ihren Eltern zugeschnitten.


Kinder haben hier die Möglichkeit, in einem vertrauten Umfeld mit Gleichaltrigen zu musizieren, während Eltern andere Familien kennenlernen, die ähnliche Interessen teilen. Gerade für Kinder im Krabbelgruppenalter sind solche Gruppen ideal: Die Regelmäßigkeit schafft Rituale, und Rituale geben Kleinkindern Sicherheit.


Praktische Tipps fürs gemeinsame Musizieren mit Ihren Kindern


Wählen Sie einfache und bekannte Lieder


Wer neu anfängt, muss nicht weit suchen. Klassiker wie „Alle meine Entchen", „Hänschen klein" oder „Backe backe Kuchen" haben sich über Generationen bewährt, weil sie genau das mitbringen, was Kleinkinder brauchen: kurze Sätze, klare Reime und einen Rhythmus, der sich sofort einprägt.


Kinder wollen Lieder hören, die sie kennen. Und sie wollen sie immer wieder hören. Das ist kein Zeichen von Langeweile, sondern von Lernen. Je vertrauter ein Lied wird, desto sicherer fühlen sich Kinder dabei, selbst mitzumachen.


Nutzen Sie Instrumente


Kleine Instrumente sind für Kinder mehr als nur Spielzeug. Eine Rassel, die auf den Rhythmus eines Liedes mitgeht, eine Trommel, auf die man so fest hauen darf wie man möchte, ein Xylophon, auf dem jede Taste einen anderen Klang ergibt: All das gibt Kindern das Gefühl, selbst etwas zu bewirken. Dieses Erleben von Selbstwirksamkeit ist im Kleinkindalter besonders wichtig.


Instrumente müssen dabei nicht teuer sein. Töpfe, Dosen und Holzlöffel funktionieren genauso gut, und oft sogar besser, weil Kinder sie selbst entdecken und benennen. Wer etwas Gezielteres sucht: Rasseln eignen sich ab dem Säuglingsalter, Trommeln und Xylophone ab ca. 18 Monaten, und eine Zungentrommel ist schon für Vorschulkinder überraschend einfach zu spielen.


Integrieren Sie Musik in den Alltag


Musik braucht keinen besonderen Anlass. Ein Aufwachlied morgens, ein bestimmtes Lied beim Anziehen, Musik beim Spielen im Hintergrund, ein Schlaflied abends: Solche Rituale entstehen fast von selbst, wenn man einmal damit anfängt.


Für Kleinkinder ist die Wiederholung dabei das Entscheidende. Ein Lied, das jeden Abend vor dem Einschlafen gesungen wird, ist nach wenigen Wochen kein Lied mehr, sondern ein Signal. Es sagt dem Kind: Jetzt wird es ruhig, jetzt bist du sicher, jetzt schläfst du bald.


Musik übernimmt so eine orientierende Funktion im Alltag, ganz ohne dass Eltern groß darüber nachdenken müssen.


Seien Sie kreativ


Eigene Texte zu bekannten Melodien zu erfinden kostet nichts und macht Kindern enormen Spaß, weil sie merken: Musik ist kein fertiges Produkt, sondern etwas, das man selbst gestalten kann.


Das Gleiche gilt für freies Experimentieren. Ein Kind, das auf eine Trommel schlägt und dabei seinen eigenen Rhythmus findet, macht bereits Musik, auch wenn es noch keinen Namen dafür hat. Solche Momente sollten Eltern nicht korrigieren, sondern mitspielen.


Haben Sie Spaß


Kein Kind singt auf Kommando, tanzt auf Anhieb mit oder greift begeistert nach jedem Instrument. Manche Kinder beobachten erst wochenlang, bevor sie mitmachen. Das ist kein Problem, sondern normal. Zuhören und Zuschauen ist auch eine Form von Teilnahme.


Wer als Elternteil selbst sichtbar Spaß hat, ohne zu erwarten, dass das Kind sofort mitzieht, gibt die beste Einladung überhaupt. Kinder orientieren sich an ihren Bezugspersonen. Wenn Mama oder Papa lacht, wippt und mitsingt, kommt das Kind früher oder später von selbst dazu.


Musik soll kein weiteres Förderprogramm sein, das abgehakt werden muss, sondern etwas, worauf sich alle freuen.


Beliebte Lieder für Eltern Kind Musik


Mitmachlieder, die Kinder immer wieder hören wollen, gibt es bei Häsli Ingo auf YouTube. Von einfachen Bewegungsliedern für die Kleinsten bis hin zu fröhlichen Frühlingsliedern für den Kindergarten: Der Kanal bietet eine bunte Sammlung an Songs, die Kinder begeistern und Eltern mitsingen lassen.

Und wer das Erlebnis live erleben möchte: Hier bei Musigzwergli in Zürich singen, tanzen und musizieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, begleitet von Nelly und natürlich Häsli Ingo persönlich.


Fazit


Musik mit Kindern braucht keine perfekte Stimme, keine teuren Instrumente und keinen Stundenplan. Es braucht nur ein bisschen Zeit und die Bereitschaft, gemeinsam loszulegen. Ob zuhause beim Kochen, in der Krabbelgruppe oder in einem Kurs wie bei Musigzwergli: Jeder Moment, in dem Eltern und Kinder gemeinsam singen, tanzen oder musizieren, hinterlässt etwas. In der Entwicklung, in der Bindung und in der Erinnerung.


Häufig gestellte Fragen und Antworten


Ab welchem Alter kann ich mit meinem Kind Musik machen?


Sie können schon ab dem Säuglingsalter mit Ihrem Kind Musik machen. Babys reagieren positiv auf die Stimme der Eltern und Musik.


Was tun, wenn mein Kind nicht mitmachen möchte?


Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Mitmachen. Lassen Sie es zuhören und mitmachen, wenn es bereit ist. Mit der Zeit wird es sich wohler fühlen.


Gibt es spezielle Lieder und Aktivitäten für bestimmte Altersgruppen?


 Ja, es gibt Lieder und Aktivitäten, die besser für bestimmte Altersgruppen geeignet sind. Wählen Sie einfache und kurze Lieder für jüngere Kinder und komplexere Lieder und Aktivitäten für ältere.


Über die Autorin


Nelly Gyimesi ist Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin und Bühnenkünstlerin aus Zürich. Mit Musigzwergli hat sie ein musikalisches Angebot geschaffen, das weit über klassische Früherziehung hinausgeht: persönlich, lebendig und getragen von echter künstlerischer Leidenschaft.


Aus ihrer Arbeit mit Kindern ist die Figur Häsli Ingo entstanden, eine Handpuppe mit eigener Markenwelt aus Hörspielen, Songs und Bühnenauftritten. Was als Begleiter in den Kursen begann, ist heute ein kleines Universum, das Kinder auch zu Hause begleitet.


Nelly unterrichtet nicht nach Lehrplan. Sie bringt die Bühne in den Kursraum, und genau das spüren Kinder sofort.

 
 
 

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